Weiterbildung als Werbungskosten steuerlich absetzen – profitiere mit diesen Tipps

Published by Verena Hauser on

Steuererklärung mit Taschenrechner

Du möchtest dich weiterentwickeln und gleichzeitig bares Geld sparen? Steuerberater Danyel Temizkan erklärt dir, wie du deine Weiterbildung als Werbungskosten steuerlich absetzen kannst.

Was sind Werbungskosten?

„Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen“ nach § 9 Abs. I S. 1 EStG.

Es handelt sich also um Aufwendungen, die du trägst, um Einkünfte zu erwerben, zu sichern oder zu erhalten. Das klassische Beispiel bei Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit sind die Fahrtkosten für die Fahrten zwischen Wohnung- und erster Arbeitsstätte. Ein weiteres Beispiel sind selbst getragene Kosten für Fortbildungen, die im Zusammenhang mit deiner aktuellen oder zukünftigen beruflichen Tätigkeit stehen. Die Werbungskosten reduzieren das zu versteuernde Einkommen und damit die Steuerlast. Entgegen einer weit verbreiteten Vorstellung erfolgt hingegen keine Auszahlung der getragenen Werbungskosten.

Werbungskosten am Beispiel des digitalen Coaches Sally

Der virtuelle Coach Sally hilft dir als frisch gebackenen AbsolventInnen und Young Professional, deine noch fehlenden Softskills aufzubauen und unterstützt dich bei deinen täglichen Herausforderungen im Job. Du erlernst mit Sally viele Methoden zum Selbstmanagement und verbesserst so deine Arbeitsleistung. Damit unterstützt dich Sally bei der Sicherung und dem Erhalt deiner Einkünften. Ebenso kann sie dir auch zur erfolgreicheren Vorbereitung auf eine Beförderung oder einen neuen Job verhelfen und damit eine geplanten zukünftigen Tätigkeit unterstützen. Alle innerhalb eines Jahres in Sally getätigte Investitionen können in der Anlage N der Steuererklärung als Fortbildungskosten (Werbungskosten) deklariert werden.

Weiterbildungskosten als Werbungskosten steuerlich absetzen

Werbungskosten setzt du über die jährliche Steuererklärung steuerlich ab. Damit das erfolgreich gelingt, beachte folgende Tipps:

Sammle alle Belege, Rechnungen oder Verträge übers Jahr. Bewahre sie auch dann auf, wenn du denkst, einzelne Ausgaben seien zu klein. Relevant ist die Summe aller Werbungskosten. Überschreitet diese Summe aller Werbungskosten den Arbeitnehmer-Pauschbetrag in Höhe von EUR 1.000/Jahr, wirken sie sich steuermindernd aus. Aufwendungen sind übrigens in dem Jahr abziehbar, in dem Sie bezahlt werden. Bedenke das, bei langen Zahlungsfristen oder Ratenzahlung. Bewahre alle Belege auch weiterhin auf, nachdem du deine Steuererklärung gemacht hast. Diese sind auf Aufforderung vorzulegen.

Wir danken Danyel Temizkan und der RTS Steuerberatungsgesellschaft GmbH & Co. KG für die Kooperation. 

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