Mehr Frauen in Führungspositionen

Published by Maren Röckle on

Schwarz-weiß Portrait, Frau mit kurzen Haaren

Frauenförderung ist in einigen Unternehmen bereits fest verankert und trotzdem an vielen Stellen noch ausbaufähig. Obwohl Frauen mit 46,6% fast die Hälfte aller Erwerbstätigen ausmachen, sind Frauen in Führungspositionen nur mit einem Anteil von 29,4% vertreten. Die Zahl selbstständiger Unternehmerinnen ist dabei noch geringer.

Wir brauchen jedoch mehr Frauen in Führungspositionen.

Aber wie können wir dieses Ziel erreichen?

Die aktuelle Lage

Frauen sind heute stärker in Unternehmen vertreten als früher. Die Feminismus-Bewegung hat einen großen Beitrag dazu geleistet. Und wir sind allein dank ihr überhaupt erst in der Lage dazu, über Frauen in Führungspositionen zu sprechen und die Bewegung damit aktiv voran zu bringen.

Blickt man auf aktuelle Zahlen, sind diese bereichsübergreifend ausbaufähig. Nur 20% der Startups wurden/werden bislang von Frauen gegründet. Nur 16,8% der ca. 3,8 Millionen KMU in Deutschland werden von Frauen geführt. Ein Vorstandsmitglied eines DAX-Unternehmens ist in nur 14,2% der Fälle weiblich. Folglich werden Führungspositionen auch heute noch überdurchschnittlich häufig von und mit Männern besetzt, obwohl Frauen wertvolle Kompetenzen in die Führungsebenen einbringen.

Frauen in Führungspositionen

Frauen bringen vielfältige Herangehensweisen an Herausforderungen in Entscheidungsprozesse mit ein, wie das RKW Kompetenzzentrum in seiner Studie "Frauen in Führungspositionen – Erfolgreiche Unternehmensführung im Mittelstand" hervorhob (2014):

  • Frauen sind teamorientiert und verbessern damit den Zusammenhalt der Mitarbeitenden und das Arbeitsklima.
  • Frauen unterstützen durch eine empathische und motivierende Führungskompetenz die Produktivität der Mitarbeitenden. Zudem können Problemlösungen dadurch tragfähiger gestaltet werden.
  • Durch das Bestreben nach mehr Flexibilität und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf repräsentieren Frauen in Führungspositionen den weiblichen Anteil der Mitarbeitenden. Sie unterstützen den Rekrutierungsprozess und bringen dem Unternehmen erhebliche Vorteile bei der Gewinnung und Bindung von qualifiziertem Personal.

Unternehmerinnen tragen also auf vielfältige Weise maßgeblich zur Modernität, Stabilität und Vielfalt eines Unternehmens bei.

Warum also sollte man die verfügbaren Kompetenzen in der Führungsebene nicht bündeln und unabhängig der Geschlechtsidentität einsetzen?

Das scheitert häufig an fehlenden Maßnahmen zur Förderung von Frauen in Unternehmen.

Wege zur Umsetzung von Frauenförderung

Wege zur Umsetzung von Fördermaßnahmen für Frauen in Unternehmen sind zahlreich, doch nicht alle passen auf jede Unternehmensform. Beispiele für strukturelle Maßnahmen können die Frauenquote, Gleichstellungsbeauftragte, Gleitzeitmodelle, der Aufbau eines weiblichen Talentpools, die Förderung von Elternzeit bei Vätern oder eine Kinderbetreuung am Arbeitsplatz sein. Welche Strategie für ein Unternehmen am geeignetsten ist, muss individuell entschieden werden.

Verbände wie der Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) können hier sinnvolle Unterstützung bieten. Der VdU widmet sich seit 1954 den unternehmerischen Interessen von Frauen in der Wirtschaft. Durch Mentoringprogramme, Veranstaltungen und Netzwerkarbeit verbindet der VdU gezielte Förderung, Weiterbildung, Austausch und Sichtbarkeit in seiner Arbeit. Und diese richtet sich an jede Person, die sich unabhängig von Alter, Geschlechtsidentität oder Berufsstand für Frauenförderung interessiert.

VdU Landesvorständin im Gespräch

Frauen in Führungspositionen, Sichtbarkeit weiblicher Vorbilder in Unternehmen, Vereinbarkeit von Familie und Karriere – das sind nur einige der Aspekte, für die sich Nina Hartmann, Landesverbandsvorsitzende des Landesverbands Baden vom VdU, selbst Unternehmerin und dreifache Mutter, stark macht.

Heute lebt Nina Hartmann nach dem Grundsatz:
„Je mehr Frauen sichtbar sind, desto mehr werden junge Frauen ermutigt, diesen Weg einzuschlagen.“
Sie zeigt selbst mehr Sichtbarkeit und hilft anderen Wege zu finden, wie sie Frauenförderung effektiv in die Praxis umzusetzen können.

In einem gemeinsamen Experten-Webinar mit Sklls-Gründerin Marina Eckert dürfen wir an ihren Erfahrungen zum Thema Frauenförderung in Unternehmen teilhaben und konkrete Strategien zur Umsetzung lernen. Melde dich an und sei am 28.11.22 um 13:30 Uhr digital mit dabei!

Wir freuen uns auf dich.

Frauen brauchen weibliche Vorbilder

Ein zentraler Bestandteil der Frauenförderung ist die Sichtbarkeit starker weiblicher Vorbilder. Gerade junge Frauen brauchen diese Sichtbarkeit, um Impulse für ihre berufliche Zukunft zu bekommen und zu lernen, welche Ziele sie auf welchem Weg erreichen können.

Auch wir von Sklls orientieren uns an Vorbildern und glauben an die Stärke, die sie uns verleihen können. Auch oder gerade deshalb haben wir unseren digitalen Coach Sally nach einer wahren Pionierin, nämlich der Astronautin Sally Ride, benannt. Nach ihrem Vorbild soll sie noch heute den Menschen dazu verhelfen, ihren individuellen Weg zu gehen und dabei ihr volles Potential zu entfalten. Die ganze Hintergrundgeschichte zur Namensgebung von Sally könnt ihr hier nachlesen.

Quellen: Deutscher Startup Monitor 2022, AllBright Bereicht September 2022, Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU), KfW Research, RKW Kompetenzzentrum

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