Herausforderung Digital Natives in der Personalentwicklung

Veröffentlicht von Verena Hauser am

Handy vor Weltkugel

Generationenkonflikt oder-mythos und die Rolle der Digitalisierung

 

Spätestens seit das „Ok, Boomer“-Meme 2019 viral ging, scheinen die Fronten verhärtet. Die Babyboomer-Generation (Geburtsjahre ca. 1955-1969) wirft den Generationen Y & Z (Geburtsjahre ca. nach 1980) vor, über-empfindlich, wenn nicht gar verweichlicht zu sein und an überzogenen Idealen festzuhalten. Diese reagiert in sozialen Netzwerken mit einem passiv-aggressiven „Okay Boomer“. Taylor Lorenz nannte diese Reaktion in der New York Times das „Ende der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Generationen“.

Auch in Unternehmen zeichnet sich dieser Konflikt ab. Die Ungeduld mit jungen MitarbeiterInnen ist stellenweise groß. Ihnen hängt der Ruf nach, illoyal und sprunghaft zu sein. Manche Zahlen stützen diese These: 43% der 25-36 Jährigen sowie 61% der 20-14 Jährigen wollen ihren Arbeitgeber innerhalb der nächsten zwei Jahre verlassen (Deloitte Millenial Survey, 2018). Zahlen, die für Unternehmen immense Kosten bedeuten. Zeit also, eine Annäherung zu starten.

„Generationsunterschiede? Bilden wir uns ein!“ stellt beispielsweise Prof. Dr. Martin Schröder von der Universität Marburg fest. Er sagt, es gebe in Deutschland keine Generationen, die sich in ihren Einstellungen voneinander unterscheiden. Er hat über 500.000 Einzeldaten ausgewertet und über die verschiedenen Nachkriegsgenerationen verglichen. Die Ergebnisse zeigen: Die vermeintliche Generation Y denkt genauso wie so ziemlich alle Generationen vor ihr in dem Alter.

Es gibt stattdessen Einstellungsunterschiede, die sich in der gesamten Gesellschaft ausbreiten. Die erfassen jedoch alle Generationen gleichermaßen. Unterschiedliche Haltungen von Menschen in Bezug auf Arbeit können beispielsweise durch das jeweilige Lebensalter und äußere Rahmenbedingungen beeinflusst werden, wie zum Beispiel den demographischen Wandel oder die Digitalisierung. Wie Digitalisierung und den Technologiewandel die Generationen X,Y & Z geprägt haben, beleuchtet beispielsweise David Lauchenauer. Eines steht fest: Wir alle haben also mehr Gemeinsamkeiten, als man denkt.

Und wie nun mit den so wichtigen jungen Talenten umgehen, die man nicht verlieren möchte? Neben „harten“ Faktoren wie Bezahlung, Benefits und Flexibilität legen Young Professionals Wert auf die Unternehmenskultur, möchten etwas bewegen. Vor allem wollen sie individuelle Coaching- & Weiterbildungs-Möglichkeiten.

Das stellt Unternehmen zunehmend vor ein Problem: Führungskräfte haben meist nicht ausreichend Kapazitäten, um ihre Mitarbeiter zu coachen und externe Coaches sind zu teuer. Eine Stunde Business Coaching kostet im Durchschnitt 182 Euro/Stunde (Middendorf, 2018). Sklls schließt diese Lücke. Mit unserem digitalen Business Coach Sally, unterstützen Unternehmen Ihre Young Professionals nun im Alltag. Für den User sieht das so aus, als chatte er mit einem digitalen Helfer. Dieser stellt ihm schlaue Fragen und unterstützt ihn dabei, eigene Lösungsansätze für seine individuellen Probleme zu entwickeln und umzusetzen. Die Web-App Sally wurde von zwei Psychologinnen entwickelt und trainiert. Nun läuft sie voll-automatisiert und kann seine User 24/7 unterstützen. Die Idee zu Sally wurde 2019 bereits mit dem HR Innovation Award und dem Bodensee Pioneer Award ausgezeichnet.

Interessierten Unternehmen stellen wir Sally gerne persönlich vor. Wenden Sie sich dazu gerne an marina@sklls.de.

Dieser Artikel erschien erstmals im Blog von matchdigital

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Kategorien: Selbstreflexion